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Paraguay Info Portal

Viele Einwanderer = viele Probleme?

EinwanderungSeit der P(l)andemie ist die Zahl der Einwanderer stark gestiegen. Die Einwanderungsbedingungen wurden zwar verschärft, sind aber, gemessen an den Bedingungen anderer Ländern, trotzdem noch sehr moderat. Spätestens nach der Ankunft stellt sich natürlich die Frage des Wohnens. Einige "Neubürger" machen hier erstmal "Urlaub", bereisen einen winzigen Teil des Landes und erledigen schon mal alles - ein denkbar schlechtes Vorgehen. Man sieht wenig, hat so gut wie keine Vergleichsmöglichkeiten und schließt Verträge nahezu blind ab. Die moderne Technik läßt es zu, sich das ganze Land aus der Vogelperspelkive anzuschauen und über viele Webseiten und Blogbetreiber die unterschiedlichsten Informationen zu erhalten. Auf diese Weise sollte man zumindest die Region herausfinden, die man bevorzugt. Es gibt deutsche Kolonien, die so unterschiedlich sind, wie Tag und Nacht. Die herausragendsten Beispiele sind sicherlich die Colonias Unidades, mit dem impfgeilen Bürgermeister Hahn für alle, die eher systemkonform sind. Independencia ist da schon liberaler, hier tummeln sich auch die Reichsbürger und AfD-Wähler. Deutschsprachige sind aber über das ganze Land verteilt und so kann man auch fernab der Kolonien glücklich werden, so wie wir es wurden in der Nähe von Concepción.


Aber wie lebt man denn nun in Paraguay?
Es gibt hier genausoviel Möglichkeiten, wie in Deutschland. Der Stadttyp wird sicherlich die Miete bevorzugen, vielleicht sogar in einem der Hochhäuser mit Wachdienst und allem Komfort. Auch Eigentum ist in Städten möglich, die Grundstücke sind dann meist ca. 300m² groß und der Preis variiert von moderat bis astronomisch, je nach Stadt.
Auf dem Land dominiert eher das Eigentum, aber auch hier gibt es sog. Barrios. Das sind große Grundstücke, die der Eigentümer in Parzellen aufgeteilt haben sollte, die er dann weiter verkauft oder vermietet. Diese Parzellen sind dann mindestens 600m² groß und im besten Fall komplett erschlossen, also Strom, Wasser, Abwasser und Zuwegung. Leider sind diese Projekte aufgrund der hohen Anfangskosten auf Investoren angewiesen und das ist ganz oft der Haken. Parzellen werden verkauft, obwohl noch nicht einmal der Haupttitel verfügbar ist, Kosten explodieren, da mit größerer Nachfrage gerechnet wurde, Investoren springen ab, da es ihnen zu lange dauert und viele andere Gründe. Ein wunderbares Beispiel ist El Paraiso Verde. Mittlerweile nur noch ein Schlachtfeld aus sich betrogen fühlenden Bewohnern und Investoren. Barrio bedeutet übrigens lediglich "Ortsteil", nur das Barrio Cerrado ist ein eingezäunter oder eingemauerter Bereich, meist mit Bewachung.

Das eigene Grundstück
Egal, ob in der Stadt oder auf dem Land, als Ausländer, und das sind auch Bolivianer oder Argentinier, sollte man nur ein tituliertes Grundstück erwerben. Alles andere ist ein Pokerspiel. Seit 2018 wird ein elektronisches Kataster geführt. Wenn man Departament, Gemeinde und Finca-Nummer kennt, kann man den Titel einsehen. Der Verkäufer unseres Grundstücks brachte zur Besichtigung eine Kopie des Titels mit - absolut seriös. Wie schon auf der Webseite beschrieben, können auch INDERT-Grundstücke tituliert werden, es dauert allerdings 10 ganze Jahre und die Verkäufer argumentieren gern damit, daß der Titel bald kommt. Kann gut gehen, aber wenn er in der Zwischenzeit stirbt, ist nüscht mit Grundstück, das geht dann nämlich zurück an die INDERT. Ist bestimmt nicht sein Wunsch, kann aber passieren. Die Auswahl des Grundstücks erfolgt nach den gleichen Vorgaben, wie in Deutschland. Nähe zu Städten, Preis, Nachbarschaft und Lage sind hier sicherlich ausschlaggebend. Die Departaments mit den günstigsten Preisen sind nach wie vor Ñeembucu, was wir nicht empfehlen würden, wegen häufiger Unwetter, Canindeyu, Amambay und Concepción. San Pedro hat nur wenige schöne Bereiche, ist aber auch günstig. Wer eine Rinderzucht beginnen möchte, sollte in den Chaco gehen, da gibt es riesige Grundstücke für wenig Geld, aber das Leben ist hart. Teilweise nur zwei Monate Regen, für den Rest des Jahres muß das Wasser gesammelt werden, denn das Grundwasser ist salzig.

Wir sind gern bereit, bei der Auswahl der neuen Heimat zu helfen, nehmt einfach Kontakt zu uns auf.

An dieser Stelle noch ein wenig Eigenwerbung.
Wir betreiben ein Re-Naturierungsprojekt in der Nähe von Concepción. Wer Pioniergeist besitzt, sich selbst versorgen und mit uns zusammen etwas für die Natur machen möchte, ist hier herzlich willkommen. Wir haben noch keine fertige Häuser, wollen aber, daß sich alle Beteiligten hier zuhause fühlen und das 14ha Grundstück genau wie wir als ihr Eigentum sehen. An einer rechtlichen Grundlage basteln wir noch und Hilfe ist sehr willkommen. Das Grundstück ist da, Wasser und Strom haben wir, alles andere muß geschaffen werden. Wir hoffen, mit diesem Aufruf echte Menschen zu finden.